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Refugees Welcome

refugeesaliens

Refugees Welcome

 

All of a sudden I had this idea, that Superman and the Martian Manhunter were basically immigrants. They had lost their homes and found a new one on earth. Racist behavior and fear of exotic/alien things is often labeled with the term “xenophobia”. Not only is this term used in politics, but some people might know it from sci-fi movies and novels. Those connections lead me to create this design, where I had to find fitting aliens from different franchises, who where equally popular and well known and also had distinctive silhouettes that everyone would immediately recognize.

Through the links below you can find the design on different clothing store sites:

Teepublic, Redbubble and DesignByHümans 

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Keine bessere Zeit – Part 3

Ab heute ist nichts mehr zu fantastisch!

Die Fantasie überfordern und dadurch sein Publikum verlieren? Eine derartige Befürchtung hätte sich bereits viel früher als unbegründet erweisen müssen, als ein gigantisches Marshmellow-Monster in bester Godzilla Manier breit grinsend durch New York City stampfte. Dem Kinobesucher der Gegenwart kann man eine Menge zumuten und solange die dargestellten Charaktere nur menschlich genug wirken, wird er sich auch auf das verrückteste Geschehen und die abstraktesten Welten einlassen können. Die Entwicklung hat gezeigt, dass sogar Bedarf für derartige Erfahrungen besteht. Doch innovative Fantasiekonstrukte entstehen nur im Geiste derer, die sich ihre kindliche Naivität und ihren ungehemmten Spieltrieb bewahrt haben und trotz ihres Alters, keine paradigmengebundenen Gewohnheitsmenschen geworden sind. Solche Leute sind nicht immer leicht zu finden, weshalb man häufig auf existierende Ideen zurückgreift. Viele solcher Ideen stammen aus Comicheften.

Mittlerweile gibt es so viele unterschiedliche filmische Adaptionen von Comicgeschichten, dass die Enttäuschung über vertane Gelegenheiten relativ schnell verfliegt. Womöglich wird man in naher Zukunft sogar Probleme damit haben, allen Veröffentlichungen die gleiche Aufmerksam zukommen zu lassen, denn allein die angekündigten TV-Serien reichen aus, um jeden Wochentag mit einem anderen Superhelden zu besetzen. Noch vor kurzem konnte man dienstags das S.H.I.E.L.D.-Team von Agent Phil Coulson auf dessen Einsätzen bestaunen, am Mittwoch wurde Star City von Green Arrow beschützt und sonntags trachteten die wandelnden Toten nach dem Leben von Rick Grimes und seinen Gefährten. Schon bald wird der Flash durch Central City düsen, John Constantine unbeabsichtigt die Apokalypse heraufbeschwören und daraufhin hoffentlich nicht den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, Jim Gordon seinen Dienst als Ermittler beim GCPD antreten und Gwen Dylon ihrem gesteigerten Hunger auf Hirn nachgeben. Spätestens wenn dann noch Luke Cage, Iron Fist, Jessica Jones und der Daredevil auf den Plan treten, bedeutet das eine volle Woche für Superheldencomicfans.

Das Angebot ist also so umfangreich und die Entwicklung so schnelllebig, dass man sich über Fehltritte schnell hinwegtrösten und schäbige Umsetzungen einfach ignorieren kann. Vielleicht entwickelt man aber auch Interesse an Charakteren, die einem zuvor nie interessant erschienen, in ihrer Filminkarnation aber dennoch begeistern können. Die Fülle an Wahlmöglichkeiten erscheint bestechend, beschreibt jedoch nur im Ansatz das Privileg des Aufwachsens und Lebens in dieser Zeit, wo der Raum zwischen den Panels nicht mehr nur im Kopf gefüllt, sondern erstmals in bewegten Bildern auf gigantische Leinwände projiziert wird. Wenn wir uns irgendwann an den ersten Kinoauftritt eines sprechenden Waschbären mit gigantischen Laserkanonen und seinen Freund, einem lebenden Baum mit beschränktem Wortschatz zurückerinnern, werden wir hoffentlich erkennen, dass es niemals eine bessere Zeit gegeben hat als diese.

Keine bessere Zeit – Part 2

Weitere unsortierte Gedanken zur Thematik

Comicverfilmungen erzielen an Kinokassen weiterhin Spitzenerträge. Mindestens alle zwei Monate erscheint dieses Jahr ein neuer Superheldenfilm (Captain America: The Winter Soldier, Amazing Spiderman 2: Rise Of Electro, X-Men: Days Of Future Past, Teenage Mutant Ninja Turtles, Guardians Of The Galaxy und Big Hero 6). Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Veröffentlichungen, die ebenfalls auf Comicreihen und Graphic Novels basieren, aber nicht von Superhelden, Aliens oder Mutanten handeln (300: Rise Of An Empire, Snowpiercer und Sin City: A Dame To Kill For). Rechnet man zu diesen Lizenzen noch solche hinzu, die ebenfalls in Comicform vermarktet wurden, aber eigentlich einen anderen Ursprung haben (RoboCop, Godzilla und Transformers 4: Age Of Extinction), zählt man sogar mehr Filme als Monate.

Comiclesende Zuschauer nehmen diese Filme natürlich anders wahr als „reguläre“ Kinobesucher. Sie erspähen Details, verstehen spezifische Verweise und profitieren wesentlich von ihrem Vorwissen über die dem abgebildeten Universum zugrunde liegenden fiktiven mythologischen Konstrukte und individuellen Eigenschaften der handelnden Figuren. Mitunter sind sie aber auch benachteiligt, da sie vermeintlich überraschende Entwicklungen und Wendungen häufig unbeabsichtigt voraussehen. Ihr „Erleben“ der Filmwelt ist demnach vollkommener, aber dafür häufiger von Déjà-vus getrübt. Weicht die filmische Umsetzung zu stark von konkreten Erwartungen ab und es kommt zu einem unbewussten inneren Abgleich, so kann dieser Vorgang die erfolgreiche Vertiefung in den Film ebenfalls korrumpieren.

Um das „Erleben“ perfekt zu machen, darf eine Comicverfilmung also keine Eins-zu-eins-Abbildung einer existierenden Geschichte darstellen. [Es sei denn, die Übersetzung ist tatsächlich hundertprozentig und erweitert den Archetyp lediglich um weitere Dimensionen menschlicher Wahrnehmung (, wie Raum, Zeit und Ton bspw. Sin City, 300 und Watchmen).]   Ziel der Verfilmung ist es, eine alte Geschichte auf neue Weise zu erzählen, das Universum der Vorlage aber nur dort zu verändern, wo die Veränderung eine Optimierung des „Erlebens“ zur Folge hat.